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  • Abschied von Günter Kipfmüller


    Am 26.2.2026 schrieb Milena, die Tochter:

    "Am 13.02 2026 ist mein lieber Vater in den frühen Morgenstunden im Hospiz verstorben. Er hat trotz seiner vielen, schweren Krankheiten bis zum Schluss keine Schmerzen gehabt und ist ruhig, zufrieden und friedlich eingeschlafen. Er hat uns allen das Leben, die Freude, die Gelassenheit vorgelebt und beigebracht.

    Seine Begeisterung und Neugierde war ansteckend! Wir alle haben das große Glück, Zeit mit ihm geteilt zu haben. Das nehmen wir nun in unsere Zukunft mit. Wir hatten letzte Woche eine Feier gemacht, wo er auch genau das gemacht hat, was er an liebsten tat.

    Ich bin gerade in New York und wie es das Schicksal will, reisen Klaus (mein Ehemann) und die Kinder Anton und Caio gerade nach Serra Grande im südlichen Bahia, wo wir ab März eine Weile verbringen werden. das ist insofern poetisch als dass wir ihn im Herzen nochmal mit nach Serra Grande nehmen können - wo er uns hin gelotst hatte. Das ist eine Reise für uns als Familie und um ihn nochmal auch dort zu verabschieden. Die  Beerdigung werden wir dann im Juni machen, wenn wir zurück sind. Jetzt geben wir uns die Zeit in Serra Grande, dass im tropischen Wald die Freude und Dankbarkeit zu ihm die jetzige Trauer überwuchert und nochgrößer und stärker aufblüht als sie je schon ist. Es war alles doch ganz perfekt und auch irgendwie poetisch ...

    Ebenfalls am 26.2.2026 schrieb Werner Würtele, Stv. Vorsitzender des Vereins Horizonte:

    Liebe Mitglieder unseres Vereins Horizonte, liebe Freundinnen und Freunde,

    nun ist es doch eingetreten, was wir stets verdrängt hatten: unser lieber Freund und Kollege Günter Kipfmüller ist am 13.02.2026 im Hospiz Lazarus in Berlin verstorben ist. Wie Ihr wisst, kämpfte Günter mit den verschiedensten Krebsarten und es war schon ein Wunder, wie lange er durchgehalten hat. Bei allem die beste Nachricht: Günter ist friedlich und ruhig eingeschlafen, er hatte nie über Schmerzen geklagt bis zu seiner letzten Minute.

    Milena schreibt und dem möchte ich mich anschließen: „Er hat uns allen das Leben, die Freude, die Gelassenheit vorgelebt und beigebracht. Seine Begeisterung und Neugierde war ansteckend! Wir alle haben das große Glück, Zeit mit ihm geteilt zu haben. Das nehmen wir nun in unsere Zukunft mit“.

    Jetzt sind Milena, Klaus, Caio und Anton in Serra Grande/Bahia angekommen und haben bereits mit
    Ivana und den Zirkusleuten gesprochen. Milena meinte, Günter hätte mit dem Sterben bis zu ihrer
    Abreise nach Brasilien gewartet. In Serra Grande werden sie Günter zusammen mit dem Zirkus
    angemessen verabschieden. Milena schreibt weiter: „…im tropischen Wald (möge) die Freude und
    Dankbarkeit zu ihm die jetzige Trauer überwuchern und noch größer und stärker aufblühen als sie eh
    schon ist“.

    Unser Abschied von Günter in Deutschland ist für Ende Juni mit Rückkehr von Milena und Familie
    vorgesehen. Dazu wird es rechtzeitig eine Einladung (an alle) geben.

    Hinzufügen möchte ich, dass sich Milena, Klaus und die beiden Jungs in den letzten Monaten ganz toll um Günter gekümmert haben. Als er nicht mehr zu Hause wohnen konnte, holten sie ihn zu sich, wo er seine geliebten Jungs ständig um sich hatte, die auf ihn aufpassten, etwa dass er nicht fiel.

    Für seine Ehefrau Ana Maria ist eine schwierige Zeit angebrochen, ist sie doch gesundheitlich (die Augen!) ebenfalls sehr angeschlagen.

    Wenige Tage vor seinem Ableben organisierte Milena im Hospiz eine ganz tolle Abschiedsparty.
    Günter spielte noch einmal Klavier, wir sangen lateinamerikanische Lieder, es gab eine feijoada, alle waren dabei: seine Frau Ana Maria, seine beiden Enkel, Tochter und Schwiegersohn, viele
    Freundinnen und Freunde.

    Es war Günters ausdrücklicher Wunsch, dass die Unterstützung des Zirkus durch den Verein Horizonte Bildungsprojekte weitergehen möge. Wir müssen nun überlegen, wie wir seinen letzten Wunsch umsetzen. Nach Rückkehr der Brasilien-Fahrer werden wir zu einer Online-Konferenz einladen. Bis dahin bitten wir alle, diesbezügliche Ideen zu entwickeln.

    Mit traurigen aber umso herzlicheren Grüßen

    Werner Würtele, 
    stv.
    Vorsitzender des Vereins